Implementation · ServiceNow

ServiceNow Integrations: Ihr Prozess läuft weiter, auch wenn sich die angebundenen Systeme ändern.

Neu bei uns? Geht es im Kern um die Frage, welches System welchen Datensatz führt, starten Sie am besten mit Business Process Consulting and Design.

Überblick

Ihr Prozess sollte an keiner Plattformgrenze haltmachen. In der Praxis tut er es oft.

Ihr Auftrag durchläuft Vertrieb, Finanzabteilung und Auslieferung. Ihr Servicefall braucht die Rechnung und die Install Base. Hinter jeder dieser Übergaben steckt eine Integration. Viele davon sind für ein einzelnes Projekt entstanden, und wer sie gebaut hat, ist oft längst nicht mehr dabei. Am Anfang steht für uns die Frage, welches System welchen Datensatz führt. Danach wählen wir das Muster, legen fest, was im Fehlerfall geschieht, und dokumentieren beides so, dass Ihr Team die Integration betreiben kann.

Schnittstellen werden doppelt gebaut.

Was ein Team gelöst hat, löst ein anderes Monate später noch einmal. Welche Lösungen es bereits gibt, sieht niemand.

Niemand weiß, welches System führend ist.

Zwei Systeme führen zum selben Kunden unterschiedliche Daten. Welches davon gilt, ist nirgends festgelegt.

Fehler fallen spät auf.

Am Sonntag bleibt ein Prozess stehen, bemerkt wird es erst am Mittwoch. Danach streiten beide Seiten darüber, wer den Fehler beheben muss.

Schnittstellen veralten unbemerkt.

Zugangsdaten laufen ab, Quellschemata ändern sich, und niemand behält das im Blick.

Technisch ist in keinem dieser Fälle etwas schiefgelaufen. Es fehlen drei Entscheidungen, die nie schriftlich festgehalten wurden: Welches System führt den Datensatz? Was passiert, wenn er sich ändert? Und wer ist zuständig, wenn die Schnittstelle stehen bleibt?

Ein Angebot, viele Integrationstechnologien

Ein Angebot und für jede Übergabe die passende Technologie

Unser Angebot heißt ServiceNow Integrations. Die Plattform stellt dafür eine breite Palette an Integrationstechnologien bereit: von codeintensiv bis No-Code, von Echtzeit bis Batch, von Verfahren, die Daten verschieben, bis zu solchen, die sie an der Quelle lassen. Für jede Übergabe in Ihrem Prozess wählen wir die passende aus.

Codeintensiv No-Code Daten bleiben, wo sie sind
01
REST- und SOAP-Aufrufe

Braucht der Prozess genaue Kontrolle oder hat das externe System eine proprietäre API, setzen wir direkt auf dem Protokoll auf. Wir bauen dann individuelle REST- oder SOAP-Schritte und ergänzen Skripte, wo die Logik es erfordert. Auf diesen Bereich entfällt bis heute der größte Teil der individuellen Integrationsarbeit.

02
Spokes: No-Code und Low-Code

Spokes sind vorgefertigte, konfigurierbare Bündel von Aktionen für externe Systeme. Gepflegt werden sie von ServiceNow oder einem Partner. Deckt ein Spoke den Prozess ab, setzen wir ihn ein. Andernfalls bauen wir eine individuelle Aktion oder erweitern den vorhandenen Spoke.

03
Zero-Copy-Architektur

Nicht jeder Datensatz muss kopiert werden. Zero Copy Connectors fragen die Daten direkt an der Quelle ab, und der Workflow sieht sie, ohne dass eine Kopie entsteht. Das verringert Synchronisationsprobleme und vermeidet veraltete Dubletten.

04
Plugins und Plattform-Connectors

Für Event-Pipelines mit hohem Volumen gibt es Stream Connect, für Systeme ohne nutzbare API den RPA Hub. Data Products ermöglichen die kontrollierte Wiederverwendung von Daten, MCP Connectors binden KI-Agenten an. Jede dieser Technologien ist für eine bestimmte Art von Übergabe gedacht.

Alle diese Technologien gehören zu Workflow Data Fabric. Unter diesem Dach bündelt ServiceNow alles, was die Plattform mit anderen Systemen verbindet. Die Auswahl ist tatsächlich groß. Die eigentliche Designarbeit besteht darin, für jede Übergabe die passende Technologie zu bestimmen, abhängig von Richtung, Zeitpunkt und Fehlerverhalten und davon, wem die Daten gehören.

Zuständigkeit zuerst

Erst die Zuständigkeit. Dann die Schnittstelle.

Die Frage, welches System welchen Datensatz führt, ist eine Geschäftsentscheidung. Diese Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen in Business Process Consulting and Design, für jedes Objekt einzeln und schriftlich. Alles auf dieser Seite setzt voraus, dass sie gefallen ist. Steht sie noch aus, beginnen Sie mit Business Process Consulting and Design. Wird eine Schnittstelle gebaut, solange die Zuständigkeit offen ist, gelangt der ungeklärte Konflikt bis in die Produktion.

Ist die Zuständigkeit geklärt, beschreiben wir alle Schnittstellen nach demselben Schema. Pro Objekt gibt es eine Zeile mit Richtung, Muster, Frequenz, Fehlerverhalten und verantwortlicher Stelle. Hinzu kommen eine Einstufung der Kritikalität und das Datum der letzten Validierung. So bleibt jede Schnittstelle auch nach dem Go-live betreibbar.

So sieht das für einen typischen Order-to-Cash- und Serviceprozess aus:
Objekt
Führendes System
Richtung
Muster
Frequenz
Bei Ausfall
Verantwortlich
Kundenauftrag
ServiceNow
ServiceNow → ERP
Request/Response
Je Auftrag
Stoppen und eskalieren; ein Idempotenzschlüssel verhindert doppelte Buchungen
Prozessverantwortung Order-to-Cash
Kundenkonto
ERP
ERP → ServiceNow
Ereignisgesteuert
Bei Änderung
Erneut versuchen, dann die verantwortliche Stelle alarmieren
Stammdatenverantwortung
Rechnungsstatus
Finanzsystem
Nur lesend
Zero-Copy-Abfrage
Bei Aufruf
Servicemitarbeiter sieht „Quelle nicht verfügbar“; der Fall läuft weiter
Verantwortung Finanzsysteme
Bestand und Lieferzeit
ERP
Nur lesend
Zero-Copy-Abfrage
Bei der Angebotserstellung
Angebot markiert; keine Zusage vor Bestätigung
Supply-Chain-Verantwortung
Versandstatus
Fulfillment-System
Fulfillment → ServiceNow
Ereignisgesteuert
Bei Änderung
Erneut versuchen; nächtlicher Abgleich schließt Lücken
Logistikverantwortung
Projekt-Istkosten
Finanzsystem
Finanzen → ServiceNow
Geplanter Batch
Täglich
Im nächsten Lauf erneut; Bericht als veraltet markiert
Projektcontrolling

Verwandt: Business Process Consulting and Design.

Das Muster wählen

Wählen Sie das Muster, das zum Prozess passt.

Welches Muster passt, ergibt sich aus fünf Fragen:
  1. 01Liest oder schreibt der Workflow?
  2. 02Wie dringend ist es wirklich?
  3. 03Wie hoch ist das Volumen, heute und in drei Jahren?
  4. 04Was soll passieren, wenn das andere System nicht erreichbar ist?
  5. 05Wer übernimmt die Transformation der Daten zwischen den Systemen?

Echtzeit wird häufig überschätzt. Wir klären, was konkret nicht mehr funktioniert, wenn die Daten eine Stunde alt sind.

Geeignet, wenn

Der Workflow braucht eine Antwort, bevor er weiterlaufen kann.

Was Sie sich damit einhandeln

Ihr Prozess ist dann darauf angewiesen, dass das andere System erreichbar ist.

Geeignet, wenn

Ein anderes System muss von einem Ereignis erfahren.

Was Sie sich damit einhandeln

Reihenfolge und doppelte Ereignisse müssen Sie selbst abfangen. Für Event-Plattformen mit hohem Volumen stellt Stream Connect die Pipeline bereit.

Geeignet, wenn

Das Volumen ist hoch, und eine Aktualisierung am selben Tag genügt.

Was Sie sich damit einhandeln

Die Daten sind so aktuell wie der letzte Lauf. Batch ist dafür meist günstiger, besser planbar und wird oft zu früh verworfen.

Geeignet, wenn

Ein Geschäftsereignis muss über mehrere Systeme hinweg einen definierten Endzustand erreichen.

Was Sie sich damit einhandeln

Jeder Schritt braucht einen gestalteten Fehlerpfad.

Geeignet, wenn

Das System hat keine nutzbare Schnittstelle und wird dieses Jahr nicht abgelöst.

Was Sie sich damit einhandeln

Ändert sich die Oberfläche, funktioniert die Automatisierung nicht mehr. Sie braucht deshalb ein eigenes Monitoring. Elegant ist das nicht, aber öfter die richtige Wahl, als Architekten zugeben.

Hinter Ihrer Firewall?

Liegt das Zielsystem in Ihrem Netzwerk oder greift die Integration auf Datenbanken, Skripte oder die Shell zu, ist ein MID Server nötig. Er wird in Ihrem Netzwerk betrieben und hält die Zugangsdaten aller Systeme, die er erreicht. Behandeln Sie ihn deshalb als eigene Komponente, für die jemand verantwortlich ist.

Sie betreiben bereits eine Integrationsplattform?

Für unternehmensweites API-Management, den Dateiaustausch mit Geschäftspartnern oder Middleware für hohe Volumina lohnt es sich, die bestehende Plattform zu behalten. In diesem Fall binden wir ServiceNow daran an, statt alles in Integration Hub nachzubauen. Ist Workflow Data Fabric die bessere Lösung, sagen wir Ihnen das.

Nicht sicher, wo Ihre Integrationsgrenze liegen sollte?

Klären Sie das, bevor Sie bauen.

Vorgefertigter Spoke, individuelle API oder Remote Table

Standardintegrationen sind ein Ausgangspunkt, nicht der fertige Prozess.

Im Standard bringt ServiceNow bereits viele Integrationsoptionen mit, darunter vorgefertigte Spokes für die gängigen Systeme, zertifizierte Connectors und fertige Protokollschritte. Mit jedem Release kommen weitere hinzu.

Die erste Frage
Muss der Datensatz überhaupt auf der Instanz liegen?
Ja · bewegen
Vorgefertigter oder individueller Spoke

Sieben Objekte deckt der Salesforce Spoke ab: Account, Contact, Case, Lead, Opportunity, Order und User. Für SAP sind es zehn Spokes. Ein Spoke verschafft Ihnen Zugang zu einem externen System. Feld-Mapping, Prozessdesign und Fehlerbehandlung gehören nicht dazu. Sie sind die eigentliche Projektarbeit.

Nein · lesen
Data fabric table

Eine Data Fabric Table greift über eine Zero-Copy-Verbindung lesend auf die Quelle zu. Sie ordnen die Spalten zu, Code ist nicht nötig. Geeignet ist das für Data Warehouses, Data Lakes und Datenbanken wie Snowflake, Databricks oder Oracle.

Nein · an der Quelle ändern
Remote table

Hinter einer Remote Table steht ein Skript oder Flow, den Sie für eine REST- oder SOAP-Quelle schreiben. Das kann auch eine andere ServiceNow-Instanz sein. Ergebnisse lassen sich bis zu einer Stunde zwischenspeichern, und mit Insert-, Update- und Delete-Skripten kann die Remote Table auch in die Quelle zurückschreiben. Servicemitarbeiter sehen sie in Listen und Formularen, Entwickler fragen sie wie jede andere Tabelle mit GlideRecord ab. Dafür entsteht Code, der Ihnen gehört und den Sie pflegen müssen.

Wer einen Auftrag aus dem ERP nur einsehen muss, braucht dafür keinen nächtlichen Import, der ihn kopiert. Ein solcher Import kostet Speicherplatz, braucht einen Zeitplan und schafft ein Abgleichproblem. Entscheidend für unsere Wahl ist deshalb, was der Prozess mit dem Datensatz macht: Er bewegt ihn, liest ihn oder ändert ihn an der Quelle.

Das Detailwissen für diese Entscheidung bringen wir mit. Für die häufigsten Integrationsszenarien nutzen wir bewährte Vorlagen, die Ihre Anforderungen abdecken. Reicht ein Spoke für den Prozess nicht aus, ergänzen wir die fehlenden Aktionen und fassen sie zu einem individuellen Spoke zusammen. Ein Spoke, den Sie ständig umgehen müssen, kostet mehr als eine gezielt entworfene individuelle Aktion.

Low-Code verringert den Aufwand, ersetzt aber keine Entwicklungsarbeit, wenn Schnittstellen proprietär sind, Datenmodelle komplex oder ein Altsystem nur eine schwache API bietet.

In Produktion

Drei Designentscheidungen sorgen dafür, dass eine Integration in Produktion weiterläuft.

01
Sichere Wiederholungen

Wird ein Aufruf an eine nicht idempotente Schnittstelle wiederholt, entsteht eine zweite Buchung. Wir stellen deshalb sicher, dass jeder Schreibvorgang idempotent ist, bevor ihn irgendein Mechanismus wiederholen kann.

02
Fehlerverhalten

Für jeden Schritt legen wir fest, ob der Prozess wartet, es erneut versucht, weiterläuft oder stoppt und eskaliert. Flow Error Handler fangen Fehler ab, doch was danach geschieht, muss jemand bestimmen. Fehlt diese Festlegung, bleibt der Prozess stehen, ohne dass es jemand merkt. Bei einer Remote Table ist es nicht anders: Jemand muss festlegen, was Servicemitarbeiter sehen, wenn die Quelle nicht antwortet.

03
Sichtbarkeit

Ausführungsdetails eines Flows erzeugt ServiceNow standardmäßig nur bei Testläufen. Detailliertes Reporting sollte laut ServiceNow nur auf Instanzen außerhalb der Produktion aktiviert werden, weil es sonst die Performance beeinträchtigen kann. Das Monitoring im Produktivbetrieb muss deshalb eigens gestaltet werden, mit Error Handlern, die Fehler protokollieren und die verantwortliche Stelle aus der Schnittstellenspezifikation alarmieren.

Vorab klären

Kaufmännische und technische Punkte, die Sie vorab prüfen sollten.

Transaktionen kosten extra.

Integration Hub wird nach Transaktionen abgerechnet, die über eine Subskription laufen. Auch wenn ein Produkt Spokes mitbringt, sind die Transaktionen für deren Nutzung nicht unbedingt enthalten. Dann brauchen Sie unter Umständen eine kostenpflichtige Subskription für Integration Hub oder Workflow Data Fabric. Wir schätzen das Volumen bereits im Design, nicht erst bei der Vertragsverlängerung.

Remote Tables umgehen die Kosten nicht.

Jede Remote Table, die Daten aus einer Quelle außerhalb der Plattform liest, setzt bei ServiceNow ein Integration-Hub-Entitlement voraus.

Das Design bestimmt die laufenden Kosten.

Transaktionen verbraucht jede wiederholte Abfrage desselben Systems, jede Übertragung von Daten, die niemand nutzt, und jede doppelt gebaute Schnittstelle. Niedrig bleibt der Verbrauch durch Caching, wiederverwendete Data Products und Auslöser, die nur bei Änderungen greifen.

Die Aktivierung braucht Vorlauf.

Integration Hub und Zero Copy Connectors können Sie nicht selbst aktivieren, sondern müssen sie bei ServiceNow anfordern. Diesen Vorlauf sollten Sie schon in der ersten Woche berücksichtigen.

Läuft jede Quelle über einen unterstützten Connector?

Primary Connectors baut und unterstützt ServiceNow selbst. Für Community Connectors gibt es von ServiceNow weder Pflege noch Support, und für den Produktivbetrieb rät ServiceNow davon ab. Hinzu kommt, dass jeder Connector ein eigenes Mindest-Release voraussetzt. Im ersten Workshop klären wir deshalb für jede Quelle Connector-Typ, Mindest-Release und Supportweg.

Nutzen Sie Domain Separation?

Integration Hub unterstützt Domain Separation, Zero Copy Connectors nicht. Remote Tables trennen ihre Zeilen nicht von sich aus. Das Skript dahinter kann Domains über die DomainSupport API durchsetzen, allerdings als Code, den Sie schreiben und testen müssen, und nicht als Einstellung. Betreibt eine Unternehmensgruppe mehrere Gesellschaften auf einer Instanz, hängt davon ab, welche Muster überhaupt infrage kommen. Wir sprechen das Thema in der ersten Woche an und nicht erst nach der Vertragsunterzeichnung.

Wie viele Daten lädt eine Ansicht?

Standardmäßig gibt eine Remote Table 1.000 Zeilen zurück. Was das Skript nicht selbst filtert und sortiert, erledigt die Instanz erst nach dem Abruf. Bei großen Ergebnismengen wird das langsam. Wie Abfragen aufgebaut sind, gehört daher in die Spezifikation und nicht erst in das erste Performance-Ticket.

Wohin gehen die Daten?

Mit einer Data Fabric Table verbleiben die Datensätze in der Quelle. ServiceNow speichert die Tabellendefinition und lädt Datensätze bei einer Abfrage schreibgeschützt in den Arbeitsspeicher. Für eine Remote Table gilt das ebenso, mit zwei Unterschieden: Ihr Skript kann Ergebnisse bis zu einer Stunde im Arbeitsspeicher vorhalten, standardmäßig pro Benutzer. Ist das Zurückschreiben aktiviert, übertragen Ihre Skripte Änderungen an die Quelle. Eine Ausnahme bildet Zero Copy Connector for ERP, der Daten auch auf Ihre Instanz spiegeln kann.

Wer kann sie sehen?

Für Data Fabric Tables und Remote Tables gelten die üblichen Zugriffskontrollen auf Tabellenebene. Data Products fügen einen Anfrage- und Freigabeschritt hinzu. Dabei gibt es getrennte Rollen für die Anbindung von Quellen, die Datenverantwortung und die Nutzung, und jede davon muss besetzt sein.

Kann ServiceNow Quellen in Ihrem Netzwerk erreichen?

Ja. Zero Copy Connectors erreichen private und lokal betriebene Quellen über Reverse Tunnel. Dabei handelt es sich nicht um eine Einstellung, sondern um Infrastruktur in Ihrem Netzwerk, für die jemand verantwortlich sein muss. Integration Hub verwendet für diese Aufgabe einen MID Server. Eine Remote Table gelangt zu lokal betriebenen Quellen über den Dienst, den ihr Skript oder Flow aufruft, meist ebenfalls einen MID Server.

Was gilt für KI und Datenresidenz?

Zero Copy sorgt dafür, dass Datensätze an der Quelle bleiben. Für die gesamte Plattform ist das keine Garantie. Bevor jemand davon ausgeht, dass Daten ihren Speicherort nicht verlassen, prüfen wir für jede KI-Funktion, wo sie Daten verarbeitet.

AI agents

Handelt ein KI-Agent in einem anderen System, ist das eine Integration mit einem unberechenbaren Aufrufer.

In ServiceNow handeln KI-Agenten über fest definierte Tools, zum Beispiel über einen Subflow. Mit MCP Connectors im Connect Hub greifen sie auch direkt auf externe Systeme zu. Für KI-Agenten gilt deshalb alles, was auf dieser Seite steht.

01
Klar definierte Aktionen, kein pauschaler Zugriff.

Geben Sie dem KI-Agenten gezielte Aktionen, keinen pauschalen Zugriff.

02
Erst idempotent, dann aufrufbar.

Jede Aktion muss idempotent sein, bevor ein KI-Agent sie aufrufen kann. Wiederholt ein KI-Agent eine Aktion, die nicht idempotent ist, entstehen sehr schnell doppelte Buchungen.

03
Erst die Zuständigkeit, dann der Connector.

Erreichbar heißt nicht verlässlich. Widersprechen sich zwei Systeme darin, wer der Kunde ist, trägt ein KI-Agent mit Zugriff auf beide den Widerspruch nur schneller weiter.

Verwandt: ServiceNow AI, AI Control Tower.

Unser Ansatz

Wir beginnen nicht bei den Endpunkten.

01 Principle 01 / 04
01
Wir beginnen beim Workflow, nicht beim Connector.

Steht hinter einer Schnittstelle kein Geschäftsereignis, bleibt nur eine Leitung, die irgendwann jemand erbt. Und ein Data Product, das kein Workflow nutzt, wird zum Katalogeintrag, den niemand öffnet.

02
Wir planen den Umfang vom Workflow aus.

Wer Datenprogramme vom Quellsystem aus plant, macht sie groß. Wer beim Workflow ansetzt, hält sie kleiner.

03
Wir nutzen den Standard, wo er den Prozess abdeckt.

Wo er das nicht tut, ergänzen wir gezielt, statt ihn zu umgehen.

04
Für unterschiedliche Objekte erwarten wir unterschiedliche Lösungen.

Ein Objekt wird per Zero Copy angebunden, das nächste ereignisgesteuert, ein drittes per Batch, und alle gehören zum selben Prozess. Genau daran erkennen Sie ein passendes Design.

Warum Pulse & Patterns
Wir behandeln Lizenzierung als Designgröße.

Welches Muster wir wählen, hängt von Transaktionsvolumen und Entitlement ab. Dadurch kennen Sie die laufenden Kosten, bevor gebaut wird, und nicht erst bei der Vertragsverlängerung.

Wir kennen den Prozess auf beiden Seiten der Schnittstelle.

Unser Schwerpunkt liegt auf der kaufmännischen Seite von ServiceNow, auf dem Kundenservice und auf dem Projektgeschäft. Jede Schnittstelle entwerfen wir für einen Prozess, in dem wir bereits arbeiten.

Wir sagen Ihnen, wenn eine Integration nicht die richtige Lösung ist.

Manchmal muss ein Datenqualitätsproblem behoben werden, bevor irgendein System angebunden wird. Manchmal ist die Middleware, die Sie bereits betreiben, der bessere Weg.

Wer entwirft, setzt auch um.

Erfahrene Spezialisten entwerfen Ihre Schnittstellen und begleiten die Umsetzung bis zum Abschluss.

Verwandt: Customer Service Management, Sales CRM, CPQ, Field Service Management, Strategic Portfolio Management.

Das Gespräch beginnen

Klären Sie vor dem Bau, wo Ihre Integrationsgrenze verlaufen sollte.

Die meisten Integrationslandschaften sind nicht geplant, sondern Projekt für Projekt gewachsen. Jede einzelne Ergänzung war dabei für sich genommen sinnvoll. Starten Sie mit einem Blick darauf, wie der Prozess heute tatsächlich läuft. Muss zuerst eine Frage der Datenzuständigkeit geklärt werden, sagen wir Ihnen auch das ehrlich.

Begriffe auf dieser Seite
Workflow Data Fabric
ServiceNow's umbrella for connecting the platform to other systems and data. It includes Integration Hub, Zero Copy Connectors, Stream Connect and Data Products.
Integration Hub
The part of Workflow Data Fabric that makes things happen in other systems, through spokes and custom actions. Its transactions aren't included in a subscription product.
Spoke
A bundle of ready-made actions for one external system, built by ServiceNow or a partner.
Zero copy
Data is queried where it lives rather than copied in. Check the product, though: Zero Copy Connector for ERP can mirror data onto your instance.
Data fabric table
External data shown inside ServiceNow as if it were local. Read-only.
Data interface
A stable schema between a data source and the workflows that use it.
Data product
One or more data interfaces with an owner and access control, published for reuse.
MID Server
An application running inside your network so ServiceNow can reach systems that aren't reachable from the internet.
System of record
The one system whose version of a record is treated as correct when systems disagree. Decided per object, in Business Process Consulting and Design.
Idempotency
Designing an action so that repeating it doesn't duplicate the result.
FAQ

Die Fragen, die uns Entscheider stellen.

Wie wird ServiceNow an andere Systeme angebunden?

›

ServiceNow bündelt die Anbindung an andere Systeme unter dem Dach von Workflow Data Fabric. Mit Integration Hub stoßen Sie über vorgefertigte Spokes oder individuelle Aktionen Vorgänge in anderen Systemen an. Zero Copy Connectors machen externe Daten sichtbar, ohne sie zu kopieren. Stream Connect verarbeitet Ereignisse in hohem Volumen, Import Sets laden Dateien und Datenbankinhalte, und RPA Hub bedient Systeme, die keine nutzbare Schnittstelle haben. Über MCP Connectors greifen KI-Agenten auf externe Anwendungen zu. Systeme in Ihrem Netzwerk erreicht ServiceNow über einen MID Server oder Reverse Tunnel.

Was ist ServiceNow Integration Hub?

›

Integration Hub ist der Teil von Workflow Data Fabric, mit dem Sie wiederverwendbare Integrationen zu anderen Systemen bauen und sie aus jedem beliebigen Flow heraus aufrufen. Ohne Integration Hub bleibt die Automatisierung mit Workflow Studio auf Ihre eigene Instanz beschränkt. Einige Subskriptionsprodukte bringen Spokes mit, die Transaktionen für Integration Hub gehören jedoch nie dazu. Sie setzen eine eigene Subskription für Integration Hub oder Workflow Data Fabric voraus.

Was ist der Unterschied zwischen Integration Hub und Workflow Data Fabric?

›

Integration Hub ist ein Teil von Workflow Data Fabric. Entscheidend ist der Unterschied innerhalb von Workflow Data Fabric: Integration Hub handelt in einem anderen System, während ein Workflow mit Zero Copy Connectors die Daten eines anderen Systems sieht, ohne sie zu kopieren. Beides liefern wir im Rahmen eines Angebots: ServiceNow Integrations.

Was bedeutet Zero Copy in ServiceNow?

›

Zero Copy bedeutet, dass ServiceNow Daten an der Quelle abfragt, statt sie zu kopieren. Bei einer Data Fabric Table speichert die Plattform nur Tabellendefinition und Metadaten. Datensätze lädt sie bei einer Abfrage schreibgeschützt in den Arbeitsspeicher. Wichtig ist eine Ausnahme: Zero Copy Connector for ERP kann Daten in SAP, SuccessFactors und Workday lesen, anlegen und ändern und ERP-Daten außerdem auf Ihre Instanz spiegeln. Klären Sie, welches Produkt Sie einsetzen, bevor Sie das Risiko bewerten.

Kann ServiceNow mit SAP integriert werden?

›

Ja, auf drei Wegen:

  • Integration Hub Spokes. Laut ServiceNow-Dokumentation gibt es zehn SAP Spokes, getrennt nach Produkt und Protokoll (IDoc, RFC, OData). Gebaut hat sie alle Bristlecone, und mehrere setzen einen MID Server voraus.
  • Zero Copy Connectors. Für SAP ECC und SAP S/4HANA gibt es Primary Zero Copy Connectors, die lesenden Zugriff bieten.
  • Zero Copy Connector for ERP. Liest und schreibt SAP-Daten.

Alle drei Wege decken einzelne Operationen auf Entitätsebene ab, aber keinen vollständigen Geschäftsprozess. Die eigentliche Projektarbeit bleibt das Prozessdesign.

Brauchen wir einen MID Server?

›

Einen MID Server brauchen Sie nur, wenn das Zielsystem in Ihrem Netzwerk liegt oder die Integration auf Datenbanken, Skripte oder die Shell zugreift. Für Cloud-Systeme mit erreichbarer API ist er in der Regel nicht nötig. Zero Copy Connectors lösen dieselbe Aufgabe mit Reverse Tunnel. Beides ist Infrastruktur in Ihrem Netzwerk und sollte als eigene Komponente geplant werden, für die jemand verantwortlich ist.

Sollten wir einen vorgefertigten Spoke nutzen oder individuell integrieren?

›

Setzen Sie den Spoke ein, wenn er den Prozess abdeckt, und prüfen Sie das vorher genau. Der Salesforce Spoke zum Beispiel umfasst sieben Objekte. Reicht der Spoke nicht aus, schließen individuelle Aktionen auf Basis der Protokollschritte von Integration Hub die Lücke. Nutzen mehrere Flows diese Aktionen, werden sie zu einem individuellen Spoke gebündelt. Ein Spoke, den Sie ständig umgehen müssen, kostet mehr als eine gezielt entworfene individuelle Aktion.

Was passiert, wenn eine ServiceNow-Integration ausfällt?

›

Das hängt davon ab, ob jemand den Fehlerpfad gestaltet hat. ServiceNow stellt dafür Retry Policies und Flow Error Handler bereit. Ausführungsdetails entstehen standardmäßig jedoch nur bei Testläufen, und laut ServiceNow kann detailliertes Reporting im Produktivbetrieb die Performance beeinträchtigen. Das Monitoring in Produktion muss daher bewusst gestaltet werden. Dazu gehören idempotente Aktionen, eine Festlegung für den Fall, dass das andere System nicht erreichbar ist, und Alarme an eine benannte verantwortliche Stelle. Nach dem Go-live übernimmt Solution Support auch Fehler, deren Ursache in einem angebundenen System liegt.

Was kostet der Betrieb einer ServiceNow-Integration?

›

Die Kosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen. Der Aufwand für den Bau wird wie bei jeder Entwicklungsarbeit vorab bestimmt. Im Betrieb fallen Transaktionen in Integration Hub an. Sie sind in keinem Subskriptionsprodukt enthalten, auch nicht in einem, das Spokes mitbringt. Schätzen Sie das Volumen schon im Design und behalten Sie es im Integration Hub Usage Dashboard im Blick, damit Sie es nicht erst bei der Vertragsverlängerung erfahren.

Kann Workflow Data Fabric unser Data Warehouse anbinden?

›

Wahrscheinlich ja. Zu den Primary Connectors, die ServiceNow selbst baut und unterstützt, zählen Snowflake, Databricks, Google BigQuery, Amazon Redshift, Microsoft OneLake und Teradata. Für weitere Quellen gibt es Community Connectors. Diese unterstützt ServiceNow allerdings nicht und rät davon ab, sie produktiv einzusetzen. Weil jeder Connector ein eigenes Mindest-Release voraussetzt, prüfen wir dieses für jede Ihrer Quellen.

Funktioniert das mit Domain Separation?

›

Teilweise: Integration Hub unterstützt Domain Separation, Zero Copy Connectors dagegen nicht. Betreibt eine Unternehmensgruppe mehrere Gesellschaften auf einer Instanz, stehen dadurch nicht alle Muster zur Verfügung. Wir prüfen das deshalb im ersten Workshop.

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